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Posted by on Feb 14, 2018 in Arbeit, jobs.de | 0 comments

#Steuerklassen im Überblick – Wann ein Wechsel sinnvoll ist

#Steuerklassen im Überblick – Wann ein Wechsel sinnvoll ist

Für viele ein undurchsichtiges Thema: die Steuerklassen. Derzeit gibt es in Deutschland sechs davon. Jeder Arbeitnehmer zahlt Lohnsteuer — in welcher Höhe entscheidet die jeweilige Steuerklasse. Welche Steuerklassen es gibt und wie Sie durch die richtige Wahl mehr Nettolohn erhalten können, erklären wir Ihnen in unserem Artikel.

Die verschiedenen Steuerklassen

Nach dem Einkommenssteuergesetz existieren zurzeit in Deutschland sechs Lohnsteuerklassen: Die Steuerklassen 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Je nach Konstellation zwischen Lohnsteuerabzug, Kirchensteuer, Familienverhältnissen und Solidaritätszuschlag ergibt sich die persönliche Steuerklasse. Früher wurde diese auf der Lohnsteuerkarte vermerkt, seit 2013 ist diese in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen eingetragen. Anhand der Lohnsteuerklasse kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer seines Mitarbeiters ausrechnen und an das Finanzamt abführen. Somit entscheidet die Wahl der Steuerklasse neben weiteren Faktoren darüber, wie viel Netto dem Arbeitnehmer von seinem Bruttolohn übrig bleibt.

In erster Linie richtet sich die Steuerklasse nach dem Familienstand. Alleinstehende, Alleinerziehende oder Arbeitnehmer mit mehreren Jobs bekommen zum Beispiel automatisch vom Finanzamt ihre jeweilige Steuerklasse zugeteilt. Ehepaare können zwischen verschiedenen Steuerklassen wählen. Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Steuerklassen und auf wen diese zutreffen:

  • Steuerklasse 1: Alleinstehende (ledig, geschieden, verwitwet) und Verheiratete/gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, welche dauerhaft getrennt leben
  • Steuerklasse 2: Alleinerziehende
  • Steuerklasse 3: Verwitwete im Jahr des Todes und dem Folgejahr und Verheiratete/gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, wenn der Partner Steuerklasse 5 gewählt hat oder nicht arbeitet
  • Steuerklasse 4: Verheiratete/gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, wenn der Partner auch die Steuerklasse 4 gewählt hat
  • Steuerklasse 5: Verheiratete/gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, wenn der Partner Steuerklasse 3 gewählt hat
  • Steuerklasse 6: Ledige und Verheiratete/gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, wenn sie mehrere Jobs haben und dementsprechend mehrere Lohnsteuerkarten vorlegen müssen oder wenn sie die Lohnsteuerkarte nicht vorlegen, obwohl sie dazu verpflichtet sind.

Übrigens: Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind der Steuerklasse 1 zugeordnet. Werden Sie arbeitslos, ändert sich erst einmal nichts an Ihrer Steuerklasse. Schwierig wird es jedoch, wenn Sie in diesem Fall als Ehepartner die Steuerklassen-Kombination wechseln möchten. Hier sollten Sie sich im Vorfeld beraten lassen.

Wann kann ein Steuerklassenwechsel sinnvoll sein?

Sie müssen nach Ablauf des Kalenderjahres eine größere Lohnsteuer-Rückzahlung an das Finanzamt vornehmen oder bekommen erst dann eine verhältnismäßig große Summe vom Finanzamt erstattet? Dies können Sie vermeiden: Damit im Laufe des Kalenderjahres nicht zu viel oder zu wenig Lohnsteuer zurückbehalten wird und Sie dem Jahresergebnis nach Zusammenführung beider Arbeitslöhne möglichst nahe kommen, sollten Sie einen Steuerklassenwechsel vornehmen. Auch vor der Geburt eines Kindes kann der Wechsel sinnvoll sein, um mehr Elterngeld zu erhalten.

Wie können Sie Ihre Steuerklasse ändern?

Ändern sich Ihre Familienverhältnisse durch Trennung, Scheidung oder andere Umstände wechseln Sie automatisch in die entsprechende Steuerklasse. Heiraten Sie, wechseln Sie ohne Zutun von Steuerklasse 1 in die Steuerklasse 4. Möchten Sie als verheiratete oder in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft lebende Person in eine andere Steuerklasse wechseln, müssen Sie dies beantragen. Der Steuerklassenwechsel ist einmal im Jahr möglich und muss bis zum 30. November vorgenommen werden.

Der Antrag wird bei Ihrem zuständigen Finanzamt abgegeben. Entweder erscheinen Sie mit Ihrem Partner persönlich und füllen das entsprechende Formular aus. Alternativ können Sie auch alleine wechseln, hierfür benötigen Sie dann eine unterschriebene Vollmacht und den Personalausweis Ihres Partners. Nach wenigen Wochen erhalten Sie per Post einen Bescheid über den Steuerklassenwechsel. In der Regel profitieren Sie so schon einen Monat später von dem Wechsel und bekommen von Ihrem Arbeitgeber mehr Nettolohn ausgezahlt.

 


Weitere Informationen: www.brutto-netto-rechner24.de/

Bildquelle: © Mujecc – Shutterstock.com

Dies ist ein Beitrag von Jobs.de Karriere-Tipps.

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