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Posted by on Lug 2, 2015 in jobs.de | 0 comments

Überqualifiziert: Tipps für Bewerber, die mehr zu bieten haben

Hervorragende Ausbildung, jahrelange Berufserfahrung, diverse Weitbildungen, exzellente Zeugnisse und trotzdem eine Absage nach der anderen? Dann sind Sie wahrscheinlich zu gut für den Job. Welche Bedenken Personaler bei überqualifizierten Bewerbern haben und wie Sie diese zerstreuen können, erfahren Sie hier…

„All-in-One“, „Nimm 3, zahle 2!“ oder die Packung mit dem Extra-Inhalt: Das Argument „Mehr fürs Geld“ funktioniert eigentlich immer. Es sei denn, Sie sind Bewerber und Sie sind überqualifiziert. Kandidaten, die zum gesuchten Anforderungsprofil noch diverse Zusatzqualifikationen auf den Tisch packen, sind aus Unternehmenssicht in der Regel keine erfreulichen Schnäppchen und scheitern oft schon in der Vorauswahl. Dabei gibt es nachvollziehbare Gründe, warum sich hochqualifizierte Arbeitnehmer um einen Job bewerben, dessen Anforderungen unter ihrem Leistungsvermögen bleiben. Zum Beispiel wenn Firmenschließungen und Personalabbau ältere, erfahrene Arbeitnehmer treffen oder sich Führungskräfte bewusst für ein Downshifting entscheiden.

Diese Bedenken müssen Überqualifizierte zerstreuen:

Trotzdem begegnen Unternehmen überqualifizierten Bewerbern mit gewissen Vorurteilen. Für sie ist es hilfreich zu wissen, welche Gedanken dem Personaler bei der Lektüre ihrer Bewerbung womöglich durch den Kopf gehen:

  • „Wahrscheinlich ist der Bewerber schon so verzweifelt, dass er wirklich jeden Job annimmt. Es muss Gründe geben, warum er mit seinen Qualifikationen partout keine Stelle findet.“
  • „Die Stelle wird für den Bewerber sicher nur eine Übergangslösung sein. Sobald er etwas Besseres findet, ist er weg und wir fangen von vorne an mit der Kandidatensuche.“
  • „Die Gehaltsvorstellungen dieses Bewerbers werden wir sowieso nicht erfüllen können.“
  • „Dieser Bewerber nimmt sicher gleich den Posten seines Vorgesetzten ins Visier.“
  • „Mit seinem Know-How wird er im Team der Besserwisser sein, der alles verändern will. Ob er mit seinen Kollegen gut zusammenarbeiten wird, ist mehr als fraglich.“
  • „Mit Sicherheit hat sich der Bewerber nicht ausreichend über die Stelle informiert, sonst hätte er sich mit seinen Qualifikationen gar nicht erst beworben.“
  • „Es dauert nicht lang und der Bewerber wird sich langweilen, weil er sich unterfordert fühlt. Er wird unzufrieden werden und sich nicht mehr voll und ganz einbringen.“

So klappt es mit der Festanstellung:

Wer sich auf eine Stelle bewirbt, die nicht seinen Qualifikationen und Fähigkeiten entspricht, sollte folgendes beachten, um Absagen von vorn herein zu vermeiden:

Bewusste Entscheidung:

Machen Sie sich klar, was Sie leisten können und wollen und was Sie im Job motiviert. Vergleichen sie die Ergebnisse mit dem, was Ihnen die Stelle bietet. Dazu ist es notwendig, sich genau über die ausgeschriebene Position, den Tätigkeitsrahmen, das Unternehmen sowie Strukturen und Hierarchien zu informieren, um eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung treffen zu können. Vorsicht bei der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten: Der Grat zwischen Hoch- und Tiefstapelei ist sehr schmal. Vielleicht können Sie im Bekanntenkreis jemanden um eine objektive Einschätzung bitten, der ihre beruflichen Fähigkeiten gut einschätzen kann.

Angebot & Nachfrage:

Überlegen Sie, wo Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen perfekt auf das Stellenprofil passen. Diese Punkte sollten Sie in Ihrer Bewerbung deutlich hervorheben. Darüber hinaus können Sie besonderes Knowhow, mit dem Sie dem Unternehmen eventuell an anderer Stelle einen Mehrwert bieten, ebenfalls ins Feld führen. Allerdings sollten Sie sich nicht als großer Reformator darstellen und ungefragt Verbesserungspotenziale aufzeigen.

Offen antworten:

Haben Sie es ins Bewerbungsgespräch geschafft, müssen Sie mit subtilen Fragen zu Ihrer Überqualifikation rechnen. Etwa: Warum bewerben Sie sich mit Ihrer Erfahrung um diese Stelle? Oder: Sie haben bislang ein Team geleitet. Warum wollen Sie Ihre Führungsrolle nun aufgeben? Seien Sie darauf vorbereitet und sprechen Sie offen Ihre Beweggründe an. Dazu rät auch Karriere-Coach Dr. Bernd Slaghuis in seinem Karriereblog Perspektivwechsel: „Wenn Bewerber ihre persönliche Intention und Unternehmen ihre Bedenken offen thematisieren, haben beide Seiten die Chance, zusammenzufinden und eine echte Win-Win-Situation zu schaffen.“

 

Ansprüche anpassen:

Gerade beim Thema Gehalt vermuten Personaler wenig Kompromissbereitschaft. Wer will schon weniger verdienen als in seinem vorherigen Job? Machen Sie deutlich, dass Ihnen bewusst ist, mit dieser Stelle keine Gehaltsverbesserung zu erzielen, und dass ihre Prioritäten anders liegen. Etwa in einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder in einer bestimmten für Sie reizvollen Tätigkeit, die Sie erfüllt. Auch Ihr Vermögen, sich problemlos an bestehende Teamstrukturen anzupassen bzw. unterzuordnen sollten Sie erwähnen.

 

Keine Opferrolle:

Haben Sie sich mit Ihrer Bewerbung bewusst für ein Downshifting – also weniger Arbeit, weniger Verantwortung und weniger Karriere — entschieden, führen Sie als Gründe nicht unbedingt Burnout und chronische Überforderung im alten Job an. Das könnte den Eindruck erwecken, Sie wären auch für den neuen Job nicht ausreichend belastbar.

 

Potenziale aufzeigen:

Vermitteln Sie nicht das Gefühl, Sie könnten in dem neuen Job nichts mehr lernen. Wenn ein Bewerber trotz seiner Überqualifizierung Entwicklungspotenziale im Unternehmen sieht, unterstreicht das die Ernsthaftigkeit seiner Bewerbung.


Quellen: www.arbeits-abc.de, www.mensvita.de, ift.tt/1zg9FFa

Bildquelle: © Ismagilovshutterstock.com

Dies ist ein Beitrag von Jobs.de Karriere-Tipps.

from Jobs.de Karriere-Tipps ift.tt/1dzRFNS

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